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Machine-Native Economy - Was BlackRocks KI-Paper für Krypto bedeuten könnte

CryptoDAcademy · 04.10.2026, 22:06 Uhr · 12 Min. Lesezeit

Machine-Native Economy

Machine-Native Economy

Was BlackRocks KI-Paper für Krypto bedeuten könnte

Von Semi (AnonDKrypto) · Stand: 29. September 2026

BlackRock sagt: KI ist maschinen-native Intelligenz, digitale Assets sind maschinen-natives Geld. Das steht in einem Research Paper, das der größte Vermögensverwalter der Welt in der Woche vom 22. September 2026 veröffentlicht hat. Auf YouTube und X wird daraus gerade „BlackRock sagt, KI braucht Bitcoin" gemacht.

Das steht so nicht drin. Das Paper ist vor allem eine Stablecoin-Story. Und die echten Zahlungen zwischen KI-Agenten sind heute noch winzig.

Trotzdem lohnt sich der genaue Blick. Die Infrastruktur für diese Maschinen-Wirtschaft wird gerade gebaut, und einige Krypto-Projekte sitzen mittendrin. Hier der Überblick: was im Paper steht, wie weit die Realität ist, welche Projekte eine Rolle spielen könnten und wo die Denkfehler liegen.

Kurz erklärt: die wichtigsten Begriffe

KI-Agent

Eine KI, die nicht nur antwortet, sondern selbst handelt: Daten kaufen, Dienste buchen, bezahlen.

Stablecoin

Ein Krypto-Token, der an den Dollar gekoppelt ist, zum Beispiel USDC oder USDT. 1 Token ≈ 1 Dollar.

Token-Nachfrage

Ob jemand den eigenen Coin eines Projekts wirklich kaufen, halten oder verbrauchen muss, um es zu nutzen.

Buyback (Rückkauf)

Ein Projekt kauft mit seinen Einnahmen den eigenen Token am Markt zurück. Ähnlich wie Aktienrückkäufe.

Was im BlackRock-Paper steht

Das Paper heißt The Machine-Native Economy: How digital assets connect intelligence, commerce, and compute . Geschrieben hat es das Digital-Assets-Research-Team um Will Su und Robert Mitchnick. Mitchnick leitet bei BlackRock den Bereich Digital Assets.

Die Grundidee ist simpel. Sprachmodelle zerlegen Sprache in Token und rechnen mit Zahlen. Blockchains machen dasselbe mit Geld und Eigentum: Sie stellen Werte als Token dar, die Maschinen prüfen und übertragen können. Beide Systeme sprechen also dieselbe Sprache.

Daraus leitet BlackRock drei Bereiche ab, in denen KI und Krypto zusammenwachsen:

1. Tokenisierung. KI-Token und Blockchain-Token folgen derselben Logik. Das macht Blockchains zum natürlichen Werkzeug für Software, die selbst handelt.

2. Zahlungen zwischen Maschinen. Agenten, die Daten kaufen, APIs aufrufen oder Rechenleistung mieten, brauchen Geld ohne Bankkonto und ohne menschlichen Klick. Dafür sieht BlackRock Stablecoins als ideales Werkzeug, weil es um viele kleine Zahlungen rund um die Uhr geht.

3. Rechenleistung als Asset. Rechenkapazität könnte zu einem eigenen, handelbaren Markt werden. BlackRock rechnet vor, dass AWS, Azure und Google Cloud bis 2030 zusammen rund 1,1 Billionen Dollar Umsatz machen.

Auffällig: Bitcoin kommt kaum vor. Er bekommt nur einen Absatz, und zwar als Spar-Technologie, nicht als Zahlungsmittel. Ethereum wird als Beispiel für programmierbare Infrastruktur genannt. Einen bestehenden Token empfiehlt oder bewertet das Paper nicht.

Wichtig zur Einordnung

BlackRock ist kein neutraler Beobachter. Die Firma betreibt die größten Bitcoin- und Ether-ETFs und den tokenisierten Fonds BUIDL. Sie profitiert also direkt, wenn die These aufgeht.

Realitätscheck: Wie groß ist die Agent-Wirtschaft heute?

Klein. Sehr klein. Das Analysehaus TRM Labs hat sich x402 angesehen, den Zahlungsstandard von Coinbase für KI-Agenten. Seit dem Start im Mai 2025 liefen darüber 205 Millionen Transaktionen mit rund 52,7 Millionen Dollar Volumen.

Dann hat TRM gefiltert: Selbstzahlungen raus, auffällige Muster raus, Verkäufer mit weniger als zehn Käufern raus. Übrig blieben etwa 25,6 Millionen Dollar echte Käufe. Davon kamen nur 0,6 bis 7,5 Prozent erkennbar von KI-Agenten.

52,7 Mio. $ 25,6 Mio. $ 5–11 Tsd. $

Gesamtvolumen auf x402 seit Mai 2025 davon echte Käufe nach Bereinigung echte Agent-Zahlungen pro Monat (hochgerechnet)

Heißt: BlackRock beschreibt eine Zukunft, keinen Ist-Zustand. Das Paper sagt selbst, dass die Entwicklung am Anfang steht.

Die Studie hinter der Bitcoin-Story

Die Aussage „KI spart in Bitcoin" stammt aus einer Studie des Bitcoin Policy Institute vom März 2026. Getestet wurden 36 KI-Modelle in 9.072 simulierten Geld-Szenarien. Für langfristiges Sparen wählten sie in 79,1 Prozent der Fälle Bitcoin. Für Zahlungen lagen Stablecoins mit 53,2 Prozent vorn, Bitcoin kam auf 36 Prozent.

Die Folgestudie vom September sieht anders aus. Neun neuere Modelle wählten Stablecoins für Zahlungen in 77 Prozent der Fälle, Bitcoin nur noch in 20 Prozent. Als Wertspeicher bleibt Bitcoin vorn, aber mit kleinerem Abstand.

Das Problem dabei: Beides sind Simulationen. Die Modelle haben gesagt, was sie wählen würden. Beobachtetes Verhalten echter Agenten ist das nicht, und BlackRock weist selbst darauf hin.

Die Schienen, die gerade gebaut werden

Während das Volumen noch klein ist, läuft der Bau der Infrastruktur auf Hochtouren. Die Standards dahinter kommen von Coinbase, Stripe, Google, Visa und der Ethereum Foundation.

x402 (Coinbase). Nutzt den Web-Code 402, „Zahlung erforderlich". Ein Agent ruft einen Dienst auf, bekommt einen Preis zurück, zahlt in USDC und erhält die Daten. Ohne Konto, ohne Anmeldung. USDC macht 99,6 Prozent des Abwicklungswerts aus. Machine Payments Protocol (Stripe und Tempo). Seit dem 18. März 2026 live, zusammen mit Tempo, der Zahlungs-Blockchain von Stripe und Paradigm. MPP wickelt Stablecoins, Kreditkarten und sogar Bitcoin über Lightning über dasselbe Protokoll ab. Ein Teil der Agent-Wirtschaft braucht also überhaupt keine Blockchain. ERC-8183 (Ethereum Foundation und Virtuals). Am 10. März 2026 vorgestellt. Der Standard regelt, wie Agenten sich gegenseitig beauftragen: Geld in ein Treuhand-Konto, Arbeit liefern, prüfen lassen, dann auszahlen. Zusammen mit x402 für Zahlungen und ERC-8004 für Identität entsteht ein offener Standard-Baukasten. ERC-8183 ist noch ein Entwurf. Arc (Circle). Die eigene Blockchain des USDC-Herausgebers ging am 16. September 2026 live. Gebühren werden in USDC bezahlt. Einer der Validatoren ist BlackRock. BlackRock war außerdem am Vorverkauf des ARC-Tokens beteiligt: 222 Millionen Dollar zu 3 Milliarden Bewertung.

Die eigentliche Story

Fast alle neuen Schienen sind so gebaut, dass Agenten in Dollar-Stablecoins zahlen. Tempo und Arc berechnen ihre Gebühren in Stablecoins. Auch Base plant, Gebühren in Stablecoins zu ermöglichen. Und bei Arc ist BlackRock direkt beteiligt, als Validator und als Investor. Das ist die engste Verbindung zwischen BlackRock und genau der Infrastruktur, die das Paper beschreibt.

Der Denkfehler: Nutzung ist nicht gleich Token-Nachfrage

Die meisten Influencer rechnen so: Agenten nutzen Blockchain X, also steigt Token X. So einfach ist es nicht.

Bei jedem Projekt stellen sich zwei getrennte Fragen. Erstens: Spielt das Projekt in der Agent-Wirtschaft überhaupt eine Rolle? Zweitens: Muss ein Agent dafür den Token selbst kaufen, halten oder verbrauchen? Nur wenn beides zutrifft, entsteht echte Nachfrage.

Drei Beispiele, bei denen die zweite Frage mit Nein beantwortet wird:

Virtuals hat seine Agent-Zahlungen im August 2025 von VIRTUAL auf USDC umgestellt. Die Gebühren im Agent Commerce Protocol werden in USDC abgerechnet. Arc läuft mit USDC als Gebührenwährung. Den ARC-Token brauchen nur Validatoren, nicht Agenten. Base trägt einen großen Teil des Agent-Verkehrs, zahlt aber kaum etwas an Ethereum zurück. Base hat über 94 Millionen Dollar Gewinn gemacht und nur 4,9 Millionen Dollar an Gebühren an Ethereum gezahlt.

Dazu kommt eine Falle bei den Quellen. Mehrere Krypto-Portale behaupten weiterhin, jede Agent-Transaktion bei Virtuals benötige VIRTUAL. Virtuals' eigene Dokumentation sagt das Gegenteil. Wer ungeprüft abschreibt, verbreitet veraltete Infos.

Heißt für die Einordnung

Profitieren können vor allem Projekte, bei denen der Token technisch gebraucht wird: Gebühren, die im Token anfallen, eine Staking-Pflicht oder Einnahmen, die automatisch in Rückkäufe fließen.

Projekte, die eine Rolle spielen könnten

Die Projekte sind nach ihrer Funktion in der Agent-Wirtschaft sortiert, innerhalb jeder Gruppe alphabetisch. Die Reihenfolge ist keine Wertung. Bei jedem steht, was heute existiert und was der Token davon hat.

Zahlungsmittel

USDC USDT weitere Stablecoins womit Agenten zahlen

Zahlungsschienen

Circle Arc (ARC) Ethereum & Base (ETH) Kite (KITE) Solana (SOL) wo abgerechnet wird

Ausführung & Daten

Chainlink (LINK) NEAR (NEAR) was Agenten sonst brauchen

Agent-Handel

Virtuals (VIRTUAL) Agenten beauftragen Agenten

Rechenleistung

Akash (AKT) Bittensor (TAO) Render (RENDER) Venice (VVV) die dritte Säule des Papers

Reserve & Kasse

Bitcoin (BTC) Ondo (ONDO) wo Agenten Geld parken

Aufbau der Maschinen-Wirtschaft laut BlackRock-Paper, mit Projekten nach Funktion. Gold = Zahlungsmittel, auf dem alles läuft.

Zahlungsschienen: wo Agenten abrechnen

Circle Arc ARC

Rolle: Die Chain mit BlackRock als Validator. Gebühren in USDC, gebaut für Stablecoin-Zahlungen, Devisen und Tokenisierung. Token: Der ARC-Token existiert, 10 Milliarden Stück wurden erzeugt. Circle betont aber, dass das keine Zusage für einen öffentlichen Start ist. Heute nicht handelbar, aber eines der stärksten Signale im ganzen Thema.

Ethereum & Base ETH

Rolle: Base war lange die wichtigste Agent-Schiene. Ethereum wird im Paper namentlich genannt. Token: Der Haken ist der Wertabfluss an die L2s wie Base. Mit EIP-7918 gibt es inzwischen eine Mindestgebühr, die einen Grundstrom an verbranntem ETH sichert.

Kite KITE

Rolle: Eine Chain, die speziell für Agent-Zahlungen gebaut wurde. Mainnet seit dem 28. April 2026 auf Avalanche. PayPal testet die Infrastruktur, Shopify-Integrationen sind in Arbeit. Kite ist die erste Krypto-Chain in Googles Agent-Zahlungsprotokoll. Token: Gezahlt wird in Stablecoins. Laut Whitepaper kann das Protokoll Provisionen am Markt in KITE tauschen, und Validatoren sowie Modulbetreiber müssen KITE staken. Offen ist, wie viel Volumen seit dem Mainnet tatsächlich läuft. Die großen Zahlen stammen aus der Testphase.

Solana SOL

Rolle: Führt aktuell bei Agent-Zahlungen. In den letzten vier Wochen liefen 76 Prozent aller x402-Transaktionen über Solana. Dahinter stehen echte Unternehmen: Ramps KI-Wallets für über 70.000 Firmen, AWS CloudFront und die Datendienste von Messari und Nansen. BlackRock hat im Juli 2026 außerdem einen zweiten tokenisierten Fonds eingereicht, der unter anderem auf Solana laufen soll. Token: Gebühren auf Solana werden in SOL bezahlt. Pro Agent-Zahlung sind das aber Bruchteile eines Cents.

Ausführung und Daten: was Agenten neben Geld brauchen

Chainlink LINK

Rolle: Ein Agent, der Geld bewegt, muss prüfen können, ob Kurse und Daten stimmen. Mit „Chainlink for Agents" können Agenten zum Beispiel Zinsen auf mehreren Chains vergleichen und das Geld automatisch verschieben. Bezahlt wird per x402. Token: Chainlink wandelt einen Teil seiner Einnahmen in LINK um und legt sie in eine Reserve. Ende September hielt sie 6.047.498 LINK, Ende März waren es rund 3,06 Millionen.

NEAR NEAR

Rolle: NEAR Intents passt genau zum Bild aus dem Paper. Ein Agent sagt, was er will, zum Beispiel „tausche X in Y zum besten Preis", und das Protokoll findet den Weg über mehr als 31 Chains. Kumuliertes Volumen: rund 31,4 Milliarden Dollar. Token: Seit dem 23. Februar 2026 fließen alle Intents-Gebühren in Rückkäufe von NEAR. Im dritten Quartal waren das 2,77 Millionen Dollar. Offen ist, wie viel davon wirklich von Agenten kommt.

Agent-Handel: wo Agenten sich gegenseitig beauftragen

Virtuals VIRTUAL

Rolle: Virtuals hat ERC-8183 mit der Ethereum Foundation entwickelt und die erste Umsetzung im Livebetrieb gebaut. Das Protokoll unterstützt Agent-Handel auf Arc und hat die erste vollständig autonome Transaktion zwischen zwei Robotern abgewickelt. Agenten haben untereinander über 4 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Token: Indirekt. Bezahlt wird in USDC, aber jeder Agent-Token wird gegen VIRTUAL gehandelt. Laut Treasury-Dashboard wurden 54,85 Millionen VIRTUAL zurückgekauft, verbrannt wurde davon nichts.

Rechenleistung: die dritte Säule des Papers

BlackRock sieht Agenten, die sich Rechenleistung selbst über Blockchains einkaufen. Einen solchen tokenisierten Compute-Markt gibt es heute aber auf keiner Plattform.

Akash & Render AKT · RENDER

Rolle: Dezentrale Marktplätze für Rechenleistung, Akash für KI und Cloud, Render ursprünglich für Grafik und zunehmend für KI. Token: Beide verbrennen Token, wenn Rechenleistung bezahlt wird. So ein Modell hält Nachfrage im Token fest, erzeugt aber keine neue. Unterhalb einer bestimmten Nutzung bleibt das Netzwerk netto inflationär.

Bittensor TAO

Rolle: Ein Markt, in dem KI-Leistung gegen TAO gehandelt wird. Rund 24 bis 25 Subnets erzielen inzwischen Umsatz mit zahlenden Kunden. Token: Das Problem: Ein großes Subnet erhält 52 Millionen Dollar pro Jahr an neuen TAO, erwirtschaftet aber nur 2,4 Millionen Dollar externen Umsatz.

Venice VVV

Rolle: Wer VVV stakt, kann DIEM erzeugen. Ein DIEM entspricht KI-Guthaben im Wert von etwa einem Dollar pro Tag, das sich übertragen lässt. Damit kann ein Agent Rechenleistung besitzen, statt jede Anfrage einzeln zu bezahlen. Token: 5 von 100 Dollar, die für API-Guthaben ausgegeben werden, fließen in Rückkäufe von VVV. Die neu ausgegebenen Token sind aber etwa fünfmal so viel wert wie der größte mögliche Rückkauf.

Reserve und Kasse: wo Agenten Geld parken

Bitcoin BTC

Rolle: Im Paper die Spar-Rolle. Das Argument dahinter: Stablecoins können eingefroren werden, Bitcoin nicht. Token: Bei Zahlungen ist Bitcoin abgehängt. Lightning läuft aber bereits über MPP, Bitcoin ist also technisch nicht ausgeschlossen.

Ondo ONDO

Rolle: USDY ist ein Token mit Zinsen aus US-Staatsanleihen, der sich ohne Freischaltung übertragen lässt. Genau die Kasse, in der ein Agent ungenutztes Geld parken würde. Agenten können über Virtuals' Werkzeuge schon heute tokenisierte Aktien von Ondo handeln. Am 24. September 2026 hat Ondo außerdem Portfolios auf Basis von BlackRock-Strategien gestartet. Token: ONDO ist ein reiner Governance-Token. Ein Fee Switch, also eine Beteiligung der Token-Halter an den Einnahmen, ist für die zweite Jahreshälfte 2026 angekündigt. Abgestimmt wurde bisher nicht.

Risiken, offen kommuniziert

Die Agent-Wirtschaft kann kleiner bleiben als erwartet. Heute liegen echte Agent-Zahlungen bei etwa 5.000 bis 11.000 Dollar im Monat. Das Paper beschreibt ein Szenario, keinen Zeitplan.

Klassische Zahlungswege ziehen nach. Stripes MPP wickelt Agent-Zahlungen auch mit Karten ab. Ein Teil des Marktes braucht keine Blockchain.

Stablecoins statt Token. Fast alle neuen Schienen sind bewusst so gebaut, dass Agenten keinen schwankenden Token halten müssen. Je besser das funktioniert, desto weniger Nachfrage entsteht bei den Chain-Token.

Standards sind nicht entschieden. x402, MPP, Googles AP2 und ERC-8183 konkurrieren. Wer sich durchsetzt, ist offen. Viele Zahlen sind nicht unabhängig geprüft. Zahlen aus Testphasen sind oft durch Airdrop-Jäger aufgebläht. Umsatzangaben stammen teils von den Projekten selbst. Neue Token und Freischaltungen. Bei mehreren Projekten sind die neu ausgegebenen Token mehr wert als die Rückkäufe, zum Beispiel bei TAO und VVV. Bei ONDO laufen Freischaltungen bis 2029. Regulierung. Ondos Fee Switch könnte am US-Wertpapierrecht scheitern. Circle hat für ARC noch keinen öffentlichen Start zugesagt. Der Sektor schwankt stark. Bei Virtuals ist der Umsatz zwischen Januar und Juni 2025 um 96 Prozent eingebrochen. KI-Token hängen stark an der Marktstimmung.

Worauf man in den nächsten Monaten achten sollte

Nicht Kurse, sondern diese Signale zeigen, ob die These aus dem Paper Realität wird:

Bereinigtes Agent-Volumen auf x402 und MPP. Erst wenn echte Agent-Zahlungen in die Millionen pro Monat gehen, trägt die These. Die Verteilung auf die Chains. Bleibt Solana vorn, holt Base auf, oder ziehen Tempo und Arc den Verkehr ab? NEAR-Rückkäufe pro Quartal und die Chainlink-Reserve pro Monat. Zeigen, ob echte Einnahmen beim Token ankommen. Kites erste Zahlen seit dem Mainnet. Abgewickeltes Volumen, und ob Provisionen tatsächlich in KITE getauscht werden. Virtuals' Treasury-Käufe von VIRTUAL. Der direkteste Weg, wie Agent-Umsatz beim Token ankommt. Der ARC-Token. Wird er öffentlich handelbar, gäbe es erstmals ein Asset direkt am Stablecoin-Stack, an dem BlackRock beteiligt ist. Ondos Fee-Switch-Abstimmung. Entscheidet, ob ONDO überhaupt an Einnahmen beteiligt wird. Lightning als Standard in einer großen KI-App. Liefert ein großes KI-Labor Agenten standardmäßig mit einer Lightning-Wallet aus, ändert sich die Rolle von Bitcoin sprunghaft.

Fazit

Das BlackRock-Paper ist ein Langfrist-Signal. Der größte Vermögensverwalter der Welt beschreibt Krypto als Geld-Infrastruktur für Maschinen, und er ist über Arc, BUIDL und seine ETFs selbst beteiligt.

Aber: Die Maschinen-Wirtschaft läuft über Stablecoins. Die meisten neuen Schienen sind so gebaut, dass Agenten keinen eigenen Token brauchen. Wer aus dem Paper „KI-Coins steigen jetzt" ableitet, hat es nicht gelesen.

Die spannende Frage ist deshalb nicht, welches Projekt nach KI klingt. Sondern: Wo wird der Token technisch gebraucht, und fließen echte Einnahmen zurück? Genau da trennt sich Narrativ von Substanz.

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Keine Finanzberatung — immer eigene Recherche. Alle Zahlen Stand September 2026, sofern nicht anders angegeben.

Quellen

• BlackRock: The Machine-Native Economy (PDF) • Kite Whitepaper

• BitPush/KuCoin: Agent-Zahlungen laut TRM Labs • Crypto Briefing: NEAR Intents

• Bitcoin.com: Bitcoin im Paper und BPI-Folgestudie • DefiLlama: NEAR Intents

• GNcrypto: BPI-Studie März 2026 • Blockonomi: Chainlink for Agents

• Zuplo: MPP und x402 im Vergleich • CryptoTicker: Chainlink Reserve

• KuCoin: ERC-8183 • Techiexpert: Virtuals Agent-Umsatz

• Cryptonomist: Arc-Start mit BlackRock als Validator • Virtuals Treasury Dashboard

• Cryptonomist: ARC-Vorverkauf • CoinStats: Bittensor

• Virtuals: Umstellung auf USDC • OwnYourMind: Compute-Token

• Yahoo Finance: Base und Ethereum • Phemex: Venice

• Solana Compass: 76 % der x402-Transaktionen • Ondo: USDY

• Avalanche: Kite-Mainnet • Genfinity: Ondo Intelligent Portfolios

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