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JPM Coin zieht auf Ethereum-Mainnet, Deutsche Bank plant Custody

JPMorgan hat seinen JPM Coin (JPMD) rund um den 19. Oktober vom Ethereum-Layer-2 Base auf das Ethereum-Mainnet verlegt. Damit laufen On-Chain-Zahlungen und Peer-to-Peer-Transfers direkt im Ethereum-Ökosystem.

CryptoDAcademy · 22.10.2026, 07:59 Uhr · 1 Min. Lesezeit

Hinter dem Coin steht Kinexys, die Blockchain-Einheit der Bank. Dort wurden nach eigenen Angaben mehr als 4 Billionen Dollar an Transaktionen abgewickelt, im Schnitt rund 7 Milliarden Dollar pro Tag (Stand Oktober 2026). JPM Coin steht außerdem neben den tokenisierten Geldmarktfonds, die JPMorgan im Dezember 2025 und im Mai 2026 gestartet hat.

Die Bewegung bleibt nicht auf eine Bank beschränkt. Die Deutsche Bank hatte am 16. September 2026 einen Verwahrdienst für digitale Assets angekündigt und im Oktober nachgelegt. Er richtet sich ausdrücklich an institutionelle Kunden: Unternehmen, Vermögensverwalter, Hedgefonds und staatliche Institutionen. Zum Start sollen ETH, BTC, USDC, EURC und EURAU unterstützt werden.

Wichtig: Das ist bisher eine Ankündigung. Starten soll der Dienst zuerst in Deutschland, danach ist die Ausweitung auf weitere europäische Märkte geplant. Die Bank will innerhalb weniger Wochen live gehen, aber erst, wenn die nötigen Genehmigungen der Aufsicht vorliegen.

Der entscheidende Punkt: Viele große Investoren dürfen Krypto gar nicht halten, solange kein regulierter, vertrauenswürdiger Verwahrer dazwischensteht. Ein Corporate-Treasurer oder Hedgefonds könnte ETH oder Euro-Stablecoins künftig über eine vertraute Bank beziehen. JPMorgan wiederum zieht Liquidität und Tokenisierung auf eine öffentliche Chain.

An den Märkten blieb es ruhig. Weder auf die Verlagerung des JPM Coin noch auf die Custody-Pläne gab es eine unmittelbare Kursreaktion bei ETH, auch die Reaktionen institutioneller Marktteilnehmer fielen verhalten aus.

Für Ethereum zählt am Ende, wie viel von der Kinexys-Aktivität tatsächlich über das öffentliche Netzwerk läuft statt über private Systeme oder Layer 2.

Quellen

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