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Chainlink: CCIP 2.0 live, ETFs ziehen Geld an, Kurs bleibt unter 15 Dollar

CryptoDAcademy · 07.10.2026, 13:01 Uhr · 2 Min. Lesezeit

Chainlink-ETFs haben in der vergangenen Woche 8,3 Millionen Dollar eingesammelt, mehr als die Solana- und XRP-Fonds zusammen. Der Kurs gab trotzdem nach: 7 Tage -8,1 Prozent, aktuell bei rund 13,84 Dollar.

Was passiert ist

Die Spot-ETFs auf LINK erlebten ihre beste Woche seit August. Der Bitwise-Fonds hat seit dem Start rund 47 Millionen Dollar an Netto-Zuflüssen gesammelt, davon 14 Millionen im letzten Monat, und in diesem Zeitraum keinen einzigen Abflusstag verzeichnet. Zusammen halten die beiden US-Fonds etwa 235 Millionen Dollar, das entspricht rund 17 Millionen LINK. Davon entfallen etwa 169 Millionen Dollar auf Grayscale und 66 Millionen Dollar auf Bitwise.

Parallel hat Chainlink CCIP 2.0 ausgerollt. Das Upgrade bringt optionale Sicherheitsmechanismen, sogenannte Cross-Chain Verifiers, mit denen Institutionen zusätzliche Prüfschritte in Cross-Chain-Transfers einbauen können. Dazu kommen Transfers, die schneller als die Finalität sind und Nutzern mehr Kontrolle über Tempo und Bestätigung geben. Data Feeds laufen inzwischen auf Stellar, CCIP wurde im September auf dem Arc-Mainnet integriert. Auf der Konferenz Sibos 2026 hat Chainlink außerdem auf einen Schritt der DTCC hin zu tokenisierten Aktien hingewiesen. Zudem nutzt Polymarket in seinem geplanten Protocol V2 Chainlink und UMA als erste beiden Quellen für die Auflösung von Märkten. Chainlinks Oracles haben nach diesen Angaben bereits mehr als 7 Milliarden Dollar Polymarket-Volumen abgewickelt.

Wie es dazu kam

Im August lag LINK noch bei etwa 8 Dollar. Seitdem hat der Kurs eine Serie höherer Tiefs aufgebaut, die 10-11-Dollar-Zone durchbrochen und sich der Widerstandszone zwischen 14,50 und 15 Dollar genähert. Ende September rutschte LINK kurz über 15 Dollar, dann drehten Verkäufer den Kurs wieder nach unten. Auf Sicht von 30 Tagen steht noch ein Plus von 14,4 Prozent.

Die steigende Trendlinie vom August liegt im niedrigen 13-Dollar-Bereich und hat die jüngsten Rücksetzer aufgefangen. Darunter ist die Zone um 10,30 bis 10,80 Dollar die wichtigste Unterstützung. Der RSI liegt bei 56 und damit über der neutralen 50, aber nicht im überkauften Bereich. Der MACD ist vorsichtiger: Die MACD-Linie liegt unter der Signallinie, das Histogramm ist negativ, das Momentum nach dem Septemberanstieg also schwächer.

Was das heißt

Für Chainlink als Projekt zählt vor allem die Richtung bei Banken und Finanzinfrastruktur: CCIP 2.0 mit Verifiern, Anbindung an Sibos-Themen und die DTCC-Tokenisierung zielen auf institutionelle Nutzer. Für Halter heißt das: Die Nachfrage nach LINK-Exposure kommt zunehmend über regulierte Produkte, und die Technik wird auf Bedürfnisse großer Häuser zugeschnitten. Entscheidend ist, ob daraus laufende Nutzung entsteht.

Einordnung

Das Bild ist gemischt, mit leichtem Plus. Für eine gesunde Entwicklung sprechen die stetigen ETF-Zuflüsse ohne Abflusswochen, das Produkt-Update CCIP 2.0 und der intakte Aufwärtstrend seit August. Zuflüsse bei fallendem Kurs zeigen aber auch, dass sie den Preis allein nicht tragen. Warnsignale sind die Zahlen zur Verteilung: Erst 75 Prozent der Höchstmenge sind im Umlauf, der Rest kommt noch auf den Markt, und die zehn größten Adressen halten 32 Prozent, oft Börsen, Pools und Team-Wallets. Hinzu kommt das schwächere Momentum im MACD. Halter sollten beobachten, ob der Kurs die Trendlinie im niedrigen 13-Dollar-Bereich hält, wie sich die ETF-Zuflüsse entwickeln und ob die Integrationen in echte Nutzung münden.

Quellen

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